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15.01.2019  Info / Golfregeln


Neue Golfregeln 2019: Die Fahne kann stecken bleiben


Thema: Auf dem Grün gespielter Ball trifft den nicht bedienten Flaggenstock im Loch.

Alt

Nach Regel 17-3 zog der Spieler sich zwei Strafschläge zu, wenn sein auf dem Grün geputteter Ball den unbedienten Flaggenstock im Loch traf.

Neu 2019

Regel 13.2b(2):
• Es bleibt straflos, wenn ein auf dem Grün geputteter Ball den Flaggenstock im Loch trifft.
• Spieler dürfen selbst entscheiden, ob sie vor dem Putten den Flaggenstock aus dem Loch nehmen oder ihn dort belassen wollen. Sie dürfen auch jemanden bitten, diesen für sie zu bedienen.

Warum?

• Die Erlaubnis, straflos auch dann zu putten, wenn der Flaggenstock noch im Loch steckt, soll das zügige Spiel unterstützen:
- Ist zum Beispiel ein Putt so lang, dass der Spieler den Flaggenstock benötigt, um das Loch sehen zu können, musste der Spieler nach den bisherigen Regeln darauf warten, dass jemand für ihn den Flaggenstock bediente. Nach den neuen Regeln kann er auch ohne diese Hilfe spielen.
- Diese Änderung erlaubt außerdem das schnelle Einlochen von sehr kurzen Putts, ohne dass der Spieler zuvor den Flaggenstock aus dem Loch nehmen und danach zurückstecken muss.

• Wenn Spieler ohne Caddies spielen, konnten nach den alten Regeln deutliche Verzögerungen auftreten wie zum Beispiel:
- Wenn der Gegner (oder ein anderer Spieler im Zählspiel) den Grünbunker harkt und einige Minuten benötigt, bis er auf das Grün kommt.
- Wenn andere Spieler im Zählspiel aus anderen Gründen erst später auf das Grün kommen, etwa weil sie ihren Ball suchen oder noch nicht entschieden haben, welche Schläger sie benutzen oder welchen Schlag sie spielen wollen.
- Wenn alle Spieler auf dem Grün lange Putts spielen müssen und wechselweise zum Bedienen zur Fahne laufen müssen und sich teilweise nicht sicher sind, wer den Flaggenstock für wen bedienen soll.

• Im Lochspiel kann ein Spieler ohne Caddie nun auch mit unbedientem Flaggenstock putten, statt den Gegner um das Bedienen zu bitten. So ist Streitpotenzial ausgeschlossen, das auftreten kann, wenn etwa eine Fahne sich nicht aus dem Loch ziehen lässt und von dem Ball getroffen wird.

• Abgesehen von der Vereinfachung und Zeitersparnis sind keine gravierenden Vorteile beim Putten mit einem nicht bedienten Flaggenstock zu erwarten:
- In einigen Fällen trifft der Ball den Flaggenstock und prallt ab, in anderen wird er dadurch aufgehalten und eingelocht.

(Auszug offizieller Text des DGV)

Anmerkung

Nach wie vor gibt es allerdings zwei Strafschläge (bisher ist jedenfalls nichts Gegenteiliges bekannt), wenn der auf dem Boden liegende Flaggenstock berührt wird oder wenn der bediente Flaggenstock getroffen wird. Dadurch soll nach wie vor eine absichtliche Beeinflussung des Laufweges vermieden werden. (Ni)








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